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Aikido als Sport
Im Aikido werden vor allem die Koordination, allgemeine Beweglichkeit und Ausdauer geübt. Das Training besteht aus
langsamen und sorgfältigen Grundübungen, die auf die schnelle, dynamische Anwendung der Techniken vorbereiten.
Die Techniken im Aikido werden immer rechts und links geübt. Dadurch werden - unter Einbeziehung des ganzen Körpers -
einseitige Belastungen vermieden und alle Bereiche des Körpers trainiert.
Aikido als Selbstverteidigung
Sowohl die Waffentechniken als auch die waffenlosen Techniken sind aus den selben Prinzipien abgeleitet, die es erlauben, die
Verteidigung jedem Angriff anzupassen. Man kann auf jede Situation flexibel reagieren, auch wenn sie neu und unerwartet ist.
Somit kann Aikido effektiv zur Selbstverteidigung genutzt werden. Allerdings sei fairerweise darauf hingewiesen, daß
Selbstverteidigung zwar integraler Bestandteil unserer Techniken ist, jedoch nicht das primäre Ziel darstellt. Wer "knallharte"
Selbstverteidigung sucht, wird von Aikido eventuell enttäuscht sein.
Aikido als traditionelles Budo
Aikido ist vom Aufbau des Lehrsystemes her eine traditionelle, japanische Kampfkunst, die sich an den Kampf- und
Verteidigungsmethoden des japanischen Mittelalters orientiert. Obwohl die Technikausführungen des Aikido von seinem Begründer,
Großmeister Morihei Ueshiba, weitgehend an moderne Erfordernisse angepaßt wurden, existiert im Aikido als Grundgedanke
weiterhin das alte Lehr- und Erziehunssystem der Samurai. Aikido schult Aufmerksamkeit, Konzentration und Effektivität der Techniken
im Sinne des Budo bei gleichzeitiger Betonung von "Katsu-jin-Ken", dem höchsten Ziel des Budo ("das Schwert, das Leben gibt"
als Gegensatz zum "Setsu-Nin-To - das Schwert, das Leben nimmt").
Aikido als Meditation
Eine Kampfkunst verlangt und fördert völlige Geistesgegenwart und eine fließende Aufmerksamkeit, die sich ganz
dem Hier und Jetzt widmet, nicht von Vergangenheit oder Zukunft ablenken lässt und an nichts haftet. Gleichzeitig bietet
Aikido eine Kontrolle für diesen meditativen Zustand, weil jede Ablenkung davon sofort sicht- und spürbar wird.
Aikido wird aus diesem Grund in der englischsprachigen Literatur auch gerne als "Moving Zen" beschrieben, also als Meditation in der
Bewegung (wobei wir uns aber trotzdem anstrengen).
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